3. Bremer Armutskonferenz – Armut ist nachweislich das größte Gesundheitsrisiko

Schon seit zwölf Jahren ist in Bremen bekannt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern in Gröpelingen und Blumenthal sechs bis acht Jahre kürzer ist, als in Schwachhausen und Oberneuland. Bei Frauen sind es rund fünf Jahre. Je höher das Armutsrisiko, desto niedriger die Lebenserwartung. Diese Wechselwirkungen zwischen sozialer Lage und der Anfälligkeit für Erkrankungen zeigen sich schon sehr früh.

Einerseits wächst der größere Teil der Bremer Kinder immer gesünder auf. Das zeigen die Untersuchungen vor der Einschulung. Andererseits werden bei 40 Prozent der Kinder aus Quartieren, die durch niedrige Familieneinkommen geprägt sind, bereits erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen diagnostiziert. Auch daran zeigt sich, dass Gesundheit weniger das Ergebnis persönlicher Leistung ist, sondern massiv von der finanziellen und sozialen Lebenslage beeinflusst wird.

Aber auch finanziell gesicherte Erwachsene, die chronisch erkranken, geraten häufig in Einkommensarmut und (oder) in eine Verschuldung. Die Akteure der 3. Bremer Armutskonferenz fordern deshalb eine aktivere kommunale Gesundheitspolitik. Benötigt werden besser koordinierte Förderstrategien für Quartiere, in denen viele Menschen mit wenig Geld leben: in Kitas, Grundschulen, Gesundheitstreffs, Arztpraxen, Senioreneinrichtungen und im Job-Center. Vereinzelt gibt es dort bereits Ansätze zur Gesundheitsförderung und Armutsprävention. Diese sind der Ausgangspunkt für Diskussionen über erforderliche Maßnahmen und Konzepte in Bremen im Rahmen der Konferenz.

Die dritte Bremer Armutskonferenz fand am 27. Februar 2018 statt.

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  • Armut verharrt im Land Bremen auf hohem Niveau

    Erschienen in: Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2019

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  • Gesund in die Schule. Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung 2016/2017 in Bremen

    Herausgeber: Gesundheitsamt Bremen, Juli 2018

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  • Zusammenfassung der Ergebnisse und Empfehlungen der 3. Bremer Armutskonferenz

    Forderungspapier, Juni 2018

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  • Veranstaltungsflyer 3. Bremer Armutskonferenz

    27. Februar 2018

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