27.04.2017 - 17.05.2017 in Bremen

Veranstaltungsdokumentation "Wie weiter mit der Rente?"

7. Juni 2017: Ist der Ruhestand noch zu retten?

Der Ruhestand gerät als sozialpolitische Errungenschaft durch das sinkende Rentenniveau, die Rente mit 67 und den Abbau von "Übergangspfaden" wie Vorruhestand und Altersteilzeit zunehmend unter Druck. Tatsächlich gewinnt Erwerbstätigkeit auch im schließlich erreichten Rentenalter an Bedeutung – sei es zur Aufstockung einer unzureichenden Rente oder zum „gleitenden“ Ausstieg aus der Beschäftigung. Die sozialpolitische Gestaltung von Altersübergängen ist damit eine zentrale Aufgabe einer systematischen Alterssicherungspolitik, bei deren Ausgestaltung individuelle Problemlagen und Wünsche adäquat berücksichtigt werden müssen.

Programm

Ruhestand – Geschichte und Wandel einer Lebensphase (PDF)
Prof. Dr. Simone Scherger, Universität Bremen, SOCIUM

Arbeit im Alter – wer, wie und wieso? (PDF)
Jutta Schmitz, Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen

Diskussion mit:

Cornelius Neumann-Redlin, Die Unternehmensverbände im Lande Bremen e.V.
Regine Geraedts, Arbeitnehmerkammer Bremen
Jutta Schmitz, Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen

Moderation:

Elke Heyduck, Arbeitnehmerkammer Bremen

17. Mai 2017: Problem Altersarmut!? 

In der zweiten Veranstaltung der Reihe "Wie weiter mit der Rente?" stand die Altersarmut und wie die Rentenversicherung darauf auszurichten ist, im Mittelpunkt.
Durch drastische Rentenreformen und die Zunahme unsteter Erwerbsverläufe gewinnt Armut im Alter wieder erheblich an Bedeutung. Neben der Sicherung des Lebensstandards ist ihre Vermeidung damit eine konkrete Herausforderung für die Alterssicherungspolitik. Daher gilt es, Instrumente zu entwickeln, die die Rentenversicherung wieder strukturell armutsfest gestalten, ohne aber die Statussicherung in Frage zu stellen. Schließlich werden immer mehr Menschen im Ruhestand arm sein. Und fast alle Arbeitnehmer werden ihren erworbenen Lebensstandard kaum noch halten können.

Programm

Altersarmutsvermeidung als Problemverstärker? Reformoptionen und ihre Konsequenzen (Präsentation, PDF)
Dr. Gerhard Bäcker, Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen

Handlungsnotwendigkeiten zur Bekämpfung von Altersarmut (Präsentation, PDF)
Ragnar Hoenig, AWO Bundesverband

Diskussion mit: 

Dr. Julia Simonson, Deutsches Zentrum für Altersfragen
Dr. Magnus Brosig, Arbeitnehmerkammer Bremen
Ragnar Hoenig, AWO Bundesverband

Moderation

Peer Rosenthal, Arbeitnehmerkammer Bremen

27. April 2017: Für eine starke gesetzliche Rentenversicherung

In der ersten Veranstaltung stand die gesetzliche Rentenversicherung im Mittelpunkt.

Das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) wird fortlaufend abgesenkt. Dies hat zur Folge, dass die GRV den Lebensstandard im Alter nicht mehr sichern kann. Beschäftigte sollen privat vorsorgen, um die Sicherungslücke zu schließen. Eine Stärkung der GRV und ein Ausbau zur Erwerbstätigenversicherung wäre aber der effektivste Weg, um eine weitgehende Statussicherung für alle zu gewährleisten. Das Beispiel Österreich zeigt, dass eine leistungsfähige Rentenversicherung auch im demografischen Wandel möglich ist – und auch im Interesse der heutigen Rentner und Beitragszahler.

Programm

Diskussion mit: 

Christoph Ehlscheid, Bereichsleiter Sozialpolitik, IG Metall-Vorstand
Dr. Gisela Färber, Universität Speyer
Dr. Josef Wöss, Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Moderation

Peer Rosenthal, Arbeitnehmerkammer Bremen

 

Kontakt

Informationen zu den Veranstaltungen:
Dr. Magnus Brosig, Arbeitnehmerkammer Bremen
0421.36301-971
E-Mail


Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe "Wie weiter mit der Rente?"

Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung sind deutlich eingeschränkt und die Regelaltersgrenze angehoben worden. Zentrales Ziel dieser neuen Alterssicherungspolitik ist die Begrenzung der Sozialversicherungsbeiträge, um die Lohnnebenkosten auch im demografischen Wandel zu stabilisieren. 

Um die entstandene Sicherungslücke zu schließen, sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verstärkt kapitalgedeckt vorsorgen. Doch trotz staatlicher Förderung bleibt das "Drei-Säulen-Modell" mit privater und betrieblicher Vorsorge unzureichend. Zudem werden die Kosten einseitig auf die Beschäftigten verlagert, während die Arbeitgeber finanziell entlastet werden. Verlierer der Reformen sind damit nicht nur die heutigen Rentner, sondern gerade auch die derzeitigen Beschäftigten. 

In der Veranstaltungsreihe "Wie weiter mit der Rente?" wollen wir mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden zentrale Fragen der Alterssicherungspolitik diskutieren:

  • Wie kann die gesetzliche Rente auch zukünftig wirksam den Lebensstandard sichern?
  • Welche Herausforderungen ergeben sich mit Blick auf Altersarmut und wie ist die Rentenversicherung darauf auszurichten?
  • Welche Zukunft hat der Ruhestand und wie ist der Übergang aus dem Erwerbsleben zu gestalten?

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