Pressemitteilung

28.03.2019

Rekord: Beschäftigung im Land so hoch wie nie Bremen

Bremen-Statistiken ab sofort immer online verfügbar

Mehr als 5.000 Beschäftigungsverhältnisse hat das Land Bremen binnen eines Jahres hinzugewonnen. Mit 330.390 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (Stand Juni 2018) ist damit ein Rekordstand erreicht – nie waren im Land Bremen mehr Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. "Wir freuen uns über das Wachstum bei der Beschäftigung – allerdings ist die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in Bremen geringer als im Bundesschnitt", betont Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen. Außerdem müsse in den einzelnen Branchen und Anstellungsverhältnissen genau hingeschaut werden.

Mehr Teilzeitstellen – weniger Leiharbeit

Viele der neu geschaffenen Stellen sind Teilzeitstellen – von den gut 5.000 neuen Arbeitsverhältnissen sind es 3.580. Aktuell arbeiten im Land Bremen genau so viele Frauen in Teil- wie in Vollzeit (jeweils gut 72.000). Von den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Männern arbeiten hingegen nur 14 Prozent Teilzeit. Gleichzeitig ging die Leiharbeit um mehr als 1.000 Jobs zurück. "Der zunehmende Bedarf nach qualifizierten Fachkräften führt offensichtlich zu einer Ausweitung der Stammbelegschaften in den Unternehmen. Dies ist ein gutes Signal – ob es sich dabei aber um eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt handelt, muss sich noch zeigen", so Schierenbeck.

Männer profitieren stärker vom Jobzuwachs

Von den gut 5.000 zusätzlichen Stellen im Land Bremen wurden knapp 2.300 mit Frauen besetzt. In den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (Sicherheitsdienste, Gartenbau, Gebäudereinigung, Call-Center, Reisebüros etc.) wurden mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen eingestellt. Mit der Logistik oder dem Baugewerbe wuchsen zudem männerdominierte Bereiche stark. Frauenarbeitsplätze entstanden vorwiegend in wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, dem Sozialwesen, dem Gastgewerbe und im Bereich Erziehung und Unterricht.

Einkommen legen weiter zu

Da in Bremen 38 Prozent aller Beschäftigten in Teilzeit arbeiten, ist es sinnvoll, den Blick auch auf die Stundenlöhne in den einzelnen Branchen zu richten, da hier die Verdienste der Teilzeitbeschäftigten mit ausgewertet werden. Dabei ergibt sich, dass in den am stärksten wachsenden Branchen wie sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen oder Logistik im Durchschnitt wenig verdient wird – lediglich 15,19 Euro bzw. 19,50 Euro pro Stunde. 

Besser sieht es in den wissenschaftlich-technischen Dienstleistungen, in Erziehung und Unterricht oder Information und Kommunikation aus: In diesen ebenfalls dynamisch wachsenden Bereichen werden im Schnitt um die 25 Euro pro Stunde verdient. "Das Land Bremen hat nach wie vor Nachholbedarf bei diesen sogenannten wissensintensiven Dienstleistungen – die Zahlen zeigen uns: hier werden gute Löhne erzielt und auch Frauen profitieren durch neue Arbeitsplätze", erläutert Elke Heyduck, Geschäftsführerin und Leiterin der Politikberatung.

Blickt man auf die durchschnittlichen Monatsverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Land zeigt sich, dass diese im vierten Jahr in Folge nominal wie auch real gestiegen sind und für das Jahr 2018 bei 3.905 Euro brutto plus 375 Euro Sonderzahlungen liegen. "Damit liegen wir weiterhin knapp über dem bundesdeutschen Schnitt", so Heyduck. "Wir verdanken dies vor allem den tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen in der Industrie – es sollte uns also ein Ansporn sein, auch anderswo die Tarifbindung zu erhöhen."

Daten und Fakten künftig immer aktuell online

Die neuesten Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialdaten für das Land Bremen gibt es künftig immer aktuell auf der Kammer-Website. Damit geht der bislang einmal jährlich erschienene Statistische Jahresbericht in ein neues Online-Format über. Aufbereitet sind die Themen in acht eigene Kapitel – von der Beschäftigung über Arbeitnehmerverdienste bis hin zu Soziales und öffentliche Finanzen. Hinzu kommen drei Querschnittsbereiche, die sowohl Städtevergleiche als auch den Blick auf Frauen am Arbeitsmarkt ermöglichen. "Mit dem Statistik-Portal bieten wir nicht nur Faktenwissen über Bremen und Bremerhaven, wir ordnen die Ergebnisse auch inhaltlich ein und liefern so fortlaufend über das Jahr ein Gesamtbild der Entwicklungen Bremens aus Arbeitnehmersicht", betont Hauptgeschäftsführer Ingo Schierenbeck.

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