Steuertipps im Überblick

Aktuelle Urteile aus dem Steuerrecht erklären wir Ihnen hier regelmäßig. Klicken Sie sich durch und erfahren Sie, worauf Sie bei Ihrer Steuererklärung achten sollten.

Entfernungspauschale

Für die Jahre 2021 bis 2023 erhöht sich die Entfernungspauschale für Berufspendlerinnen und Berufspendler von 30 auf 35 Cent (ab Kilometer 21). Grundsätzlich gilt die Entfernungspauschale unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Maßgeblich ist weiterhin die kürzeste Straßenentfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, abgerundet auf volle Kilometer. Rechenbeispiel: A fährt in 2021 an 130 Tagen zu ihrem Arbeitsplatz. Die kürzeste Entfernung beträgt 25 Kilometer. Damit kann A insgesamt 1.007,50 als Entfernungspauschale im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend machen: 130 Tage à 20 km mit Entfernungspauschale 30 Cent, also 780 Euro, sowie 130 Tage à (20+) 5 km mit Entfernungspauschale 35 Cent, also 227,50 Euro. (Stand BAM 1. März 2021)

Anpassung der Behinderten-Pauschbeträge

Steuerpflichtige mit Behinderung können die durch ihre Behinderung entstandenen Kosten für den täglichen Lebensbedarf in der Steuererklärung geltend machen. Das geht entweder über einen Behindertenpauschbetrag, der nach dem Grad der Behinderung gestaffelt ist. Oder über einen Einzelnachweis – wenn die tatsächlichen Kosten höher sind als der Pauschbetrag. Die letzte Anpassung der Pauschbeträge erfolgte in 1975. Ab dem Steuerjahr 2021 werden diese Beträge nun verdoppelt. Außerdem kann dann schon ab einem Behinderungsgrad von 20 ein Pauschbetrag geltend gemacht werden. Und es sind keine zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen – wie dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit – bei einem Grad der Behinderung unter 50 mehr nötig. Daneben werden die behinderungsbedingten Fahrtkostenpauschalen neu geregelt und die Pflegepauschbeträge verbessert.

(Stand: Januar 2021)

Entlastung für Alleinerziehende

 

 

Der mit der Steuerklasse 2 automatisch berücksichtigte Freibetrag für Alleinerziehende beträgt 1.908 Euro im Jahr. Für die Jahre 2020 und 2021 steigt er aufgrund der Corona-Pandemie auf 4.008 Euro. Außerdem gibt es weiterhin für jedes weitere Kind zusätzlich einen ergänzenden Freibetragsaufschlag von 240 Euro. Damit soll dem höheren Betreuungsaufwand von Alleinerziehenden in den vergangenen Monaten Rechnung getragen werden.

(Stand: November 2020)

 

Steuererklärung auch freiwillig möglich

Wer freiwillig eine Steuererklärung abgeben will, muss dies spätestens nach vier Jahren tun und zwar beim örtlich zuständigen Finanzamt, wie der Bundesfinanzhof jüngst entschieden hat. Das heißt, freiwillige Steuererklärungen für das Jahr 2016 können noch bis zum 31. Dezember 2020 eingereicht werden. Zuständig ist das Finanzamt der Meldeadresse.

Nicht zur Steuererklärung verpflichtet sind zum Beispiel alle, die mit Steuerklasse I das ganze Jahr über im selben Betrieb beschäftigt sind, keine Entgeltersatzleistungen wie Krankengeld erhalten und auch keine Nebeneinkünfte haben. Eine Steuererklärung kann sich dennoch lohnen, beispielsweise um hohe Fahrt- oder Fortbildungskosten geltend zu machen.

(Stand: September 2020)

Kurzarbeitergeld

 

 

Erhaltenes Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, unterliegt jedoch als Lohnersatzleistung dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass diese Leistungen nicht direkt besteuert werden, aber den Steuersatz erhöhen, mit dem die restlichen steuerpflichtigen Einnahmen versteuert werden.

Übersteigt das Kurzarbeitergeld die Grenze von 410 Euro im Jahr, so führt dies zur Abgabepflicht einer Steuererklärung auch für diejenigen, die bisher nicht verpflichtet waren.

Wer also im Jahr 2020 mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld erhält, muss seine Steuererklärung für 2020 spätestens bis zum 31.07.2021 einreichen. Durch die Beauftragung eines Steuerberaters oder der Arbeitnehmerkammer verlängert sich diese Frist bis zum 28.02.2022.

(Stand: Juli 2020)

 

Die Mitteilung über den Rentenbezug

Auf Wunsch wird die Höhe der zu erwartenden Rente durch die Deutsche Rentenversicherung bescheinigt. Wenn Sie eine Rentenbezugsmitteilung zur Vorlage beim Finanzamt benötigen, können Sie diese über das kostenfreie Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung unter 0800 1000 48088 anfordern.

Wer die Bescheinigung einmal beantragt hat, erhält sie jährlich automatisch von der Rentenversicherung zugesandt. In der Bescheinigung über die Rentenhöhe können Sie sehen, welche Beträge in den Steuerformularen eingetragen werden müssen.

(Stand BAM 29. April 2020)

Verpflegung auf Dienstreisen

Für Verpflegung während einer Auswärtstätigkeit wie einer Dienstreise können nur Pauschbeträge geltend gemacht werden. Es ist nicht möglich, die Kosten dafür einzeln nachzuweisen und dadurch höhere Beträge abzusetzen. Seit 1. Januar 2020 gelten neue Beträge pro Kalendertag.

Das sind 14 Euro bei eintägigen Abwesenheiten von der Wohnung und der (ersten) Tätigkeitstätte von mehr als acht Stunden. Bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten sind es bei Abwesenheit von 24 Stunden von der Wohnung 28 Euro und pro Anreise- und Abreisetag 14 Euro.

(Stand BAM 10. Februar 2020)

Reisekosten in der Steuererklärung

Die Fahrten zum festen Arbeitsort (erste Tätigkeitsstätte) können bei Arbeitnehmern ausschließlich mit der Entfernungspauschale angesetzt werden. Hier gilt die kürzeste Straßenverbindung, einfache Strecke und 30 Cent pro Kilometer. Und zwar unabhängig davon, ob man mit dem Auto, dem öffentlichen Nahverkehr, mit dem Rad oder zu Fuß zur Arbeit kommt.

Sucht ein Arbeitnehmer dienstlich andere Arbeitsorte auf, kann er die tatsächlichen Reisekosten geltend machen, soweit diese nicht vom Arbeitgeber ersetzt werden. Das sind bei Pkw-Nutzung 30 Cent oder höhere nachgewiesene Kosten je tatsächlich gefahrenem Kilometer (Hinund Rückweg) zuzüglich Parkgebühren und andere Kosten, außerdem ein pauschaler Verpflegungsmehraufwand bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden.

Das gilt auch für den, der keine erste Tätigkeitsstätte hat – wie etwa manche Leiharbeitnehmer.
(Stand BAM 19. Dezember 2019)

Spenden in der Steuererklärung

Spenden lohnt sich, denn Sonderausgaben mindern das zu versteuernde Einkommen.

Spenden und Mitgliedsbeiträge an gemeinnützige Organisationen wie Vereine und Kirchen können bis zu einem Anteil von 20 Prozent des Einkommens steuerlich abgesetzt werden. Wenn die 20-Prozent-Grenze überschritten wird, gilt der sogenannte Spendenvortrag: Der bislang nicht abziehbare Teil reduziert dann die Steuern in den Folgejahren.

Wenn an politische Parteien gespendet wird, können pro Person bis zu 3.300 Euro steuerlich geltend gemacht werden.

Auch Sachspenden und Zeitaufwände im Ehrenamt können als Spende abgesetzt werden.


(Stand BAM 1. November 2019)

Kranken-­ und Pflegeversicherungsbeiträge in der Ausbildung

Auszubildende bekommen eine Ausbildungsvergütung. Erst ab einer Summe von 1.052,99 Euro (Steuerklasse I) entfällt darauf Lohnsteuer. Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge müssen aber bereits ab einem Monatsverdienst von 325 Euro gezahlt werden.

Diese konnten bisher von den Eltern in der eigenen Steuererklärung abgezogen werden, da Azubis keine Erklärung machen müssen. Der Bundesfinanzhof hat 2018* entschieden, dass nur die Steuerzahler die Kosten ihrer Kinder absetzen können, die diese Aufwendungen ihren Kindern tatsächlich auch erstattet haben.

Das Bundesministerium für Finanzen hat dies wieder zurückgenommen:** Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge der Kinder können wieder in jedem Fall in der Steuererklärung der Eltern abgezogen werden.

* Urteil vom 13.08.2018 – X R25/15

** 03.04.2019

(Stand BAM 1. September 2019)

Abgabefristen für die Steuererklärung

Ab der Steuererklärung 2018 verlängern sich die Abgabe­fristen in 2019 um zwei Monate: für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung selbst erledigen vom 31. Mai auf den 31. Juli.

Wer sich steuerlich beraten lässt, hat bis zum 28. oder 29. Februar des nachfolgenden Jahres Zeit. Zudem führt ab der Steuererklärung 2018 ein Überschreiten zu Verspätungszuschlägen ab 25 Euro pro Monat. Zwingend ist dies allerdings nur, wenn sich eine Steuernachzahlung an das Finanzamt ergibt. (Stand BAM 1. Mai 2019)

Steuerfreies Jobticket

Seit Anfang 2019 sind Zuschüsse des Arbeitgebers für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Woh­nung und zur Arbeit (Jobticket) steuerfrei – vorausgesetzt, dass diese zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeits­lohn gezahlt werden.

Die Steuerbegünstigung gilt auch für private Fahrten im öffentlichen Nahverkehr und kann auch in der Freizeit genutzt werden. Die steuerfreien Leistun­gen reduzieren den in der Einkommensteuererklärung als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag. So soll der Vor­teil gegenüber den Arbeitnehmern verhindert werden, die die Aufwendungen aus ihren zu versteuertem Einkommen selber bezahlen. (Stand BAM 1. März 2019)

Umzugskosten in der Steuererklärung

Umzugskosten sind steuerlich als Werbungskosten absetzbar, wenn ein Umzug berufliche Gründe hat. Das ist zum Beispiel bei einem Arbeitsplatzwechsel oder einer Versetzung der Fall oder wenn sich der Arbeitsweg um mindestens eine Stunde verkürzt.

In Ausnahmefällen ist ein Werbungkostenabzug auch dann möglich, wenn der Umzug zu einer wesentlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen führt.* Wer etwa in einer Großstadt keine Verkehrsmittel benutzen muss und den Weg zur Arbeit zu Fuß zurücklegen kann, für den entfallen Zeitdruck und Stress beispielsweise durch Staus und Verspätungen bei Bus und Bahn. (Stand BAM 1. Januar 2019)

*Urteil FG Köln vom 24.02.2016 – 3 K 3502/13

Als Mieter Kosten für Schornsteinfeger, Gärtner und Co. von der Steuer absetzen

Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Gartenpflege, Straßenreinigung, Hausmeister- oder Reinigungstätigkeiten können mit 20 Prozent der Lohnkosten bis maximal 4.000 Euro von der Steuer abgezogen werden. Das gilt ebenfalls für Handwerkerkosten – auch für Schornsteinfeger –, hier bis maximal 1.200 Euro.

Viele Vermieter geben diese regelmäßigen Arbeiten über die Betriebskostenabrechnung an ihre Mieter weiter. Damit Mieter diese Kosten in ihrer Steuererklärung absetzen können, können sie vom Vermieter verlangen, dass er diese Kosten in der Betriebskostenabrechnung aufschlüsselt*. (Stand BAM 1. November 2018)

*Landgericht Berlin, Urteil vom 18.10.2017 – 18 S 339/16

Versicherungen in der Steuererklärung

Etliche­n Versicherungen­ können­ steuerlich­ oft­ nicht­ ab­gesetzt­ werden,­ da­ viele ­Beschäftigte ­die gesetzliche ­Höchstgrenze­ schon­ mit­ ihren­ Beiträgen­ zur ­Kranken- ­und­ Pflege­versicherung ­erreichen.­ Denn­ der­ Gesetz­geber ­beteiligt­ sich­ nur­ bis­ zu­ einer­ gewissen­ Höhe­ bei­ Beiträgen­ für­ Versicherungen,­ die­ der persönlichen­ Vorsorge­ dienen­ ­ oder­­ solche­ für­ Versicherungen­ für­ ein­ privates­ Risiko.­ Ausnahme­ sind­ Rentenversicherungen­ zur­ Basisversorgung­: Hier­ wird­ bis­ 2040­ stufen­weise­ die­ Absetzbarkeit­ bis­ zu­ 100­ Prozent­ angehoben.­ Bei­ allen­ anderen Versicherungen­ gilt ­eine­­ Deckelung: ­Für ­beschäftigte ­Alleinstehende­ sind ­das ­bis ­zu­ 1.900­ Euro ­im­ Jahr,­ bei­ Ehepaaren­ bis ­zu ­3.800 ­Euro.­ Da hier­ auch ­die­ Krankenversicherungsbeiträge ­(gekürzt­ um­ vier Prozent)­ und ­die­ zur­ Pflegeversicherung­ eingerechnet werden,­ erreichen­ die­ meisten ­Beschäftigten ­häufig­ schon­ mit­ diesen­ Beiträgen­ die­ Höchstgrenze.­ Gegen­ diese­ Deckelung­ wurde­ wegen­ Verfassungswidrigkeit­ geklagt.­ Das­ Verfahren ­wurde ­allerdings ­höchstrichterlich ­bestätigt*.­ Damit ­sind ­alle ­Vorläufigkeitsvermerke­ in ­den­ Bescheiden­ ab­ dem­ Jahre­ 2010 ­ungültig. (Stand BAM 1. September 2018)

* Bundesfinanzhof, Urteil vom 09.09.2015 – X R 5/13; Bundesverfassungsgericht – 2 BvR 2445/15

Steuerklärung: Das ganze Jahr Belege sammeln

Private Ausgaben sind für die Steuererklärung größtenteils unerheblich. Ausnahme sind die außergewöhnlichen Belastungen: Einige private Ausgaben, die zwangsläufig und notwendig waren, dürfen in der Steuererklärung angesetzt werden. Dabei handelt es sich nicht nur um große Summen, wie sie bei Bestattungen ohne gegenzurechnendes Erbe oder bei aufwendigem Zahnersatz fällig werden.

Wesentlich häufiger entstehen nicht unerhebliche Summen durch viele kleine Beträge. Dazu gehören alle  Zuzahlungen zu verschreibungspflichtigen Medikamenten, Eigenanteile an Arzt-  und  Zahnarztrechnungen, Zuzahlungen zur Physiotherapie und Fahrtkosten zu Ärzten und Therapien.

Da erst am Jahresende feststeht, wie hoch die individuelle sogenannte zumutbare Belastungsgrenze ist, lohnt es sich, entsprechende Nachweise das ganze Jahr über zu sammeln. Apotheken stellen ihren Kunden Jahresbescheinigungen aus und auch Ärzte bestätigen die getätigten Praxisbesuche. (Stand BAM 1. Juli 2018)

Neues zum häuslichen Arbeitszimmer

Bei Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers durch mehrere Personen wurde die bislang objektbezogene durch eine personenbezogene Berücksichtigung der Kosten ersetzt.*Wenn die ermittelten Kosten für ein Arbeitszimmer beispielweise bei 1.500 Euro liegen, wurden diese Kosten bisher unabhängig von der Anzahl der nutzenden Personen ermittelt und bis zum Höchstabzugsbetrag von 1.250 Euro gewährt (objektbezogen).

Nun werden die ermittelten Kosten durch die Anzahl der nutzenden Personen geteilt und pro Person bis zum Höchstabzugsbetrag von 1.250 Euro zugestanden (personenbezogen) – im Beispiel wären das 750 Euro pro Person. Im Falle mehrerer häuslicher Arbeitszimmer pro Haushalt hat der Bundesfinanzhof aber eine mehrfache Gewährung des Höchstbetrags von 1.250 Euro abgelehnt.** (Stand BAM 1. Mai 2018)

*Schreiben vom Bundesfinanzministerium vom 6. Oktober 2017

** Urteil vom 9. Mai 2017 – VIII R 15/15

Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung

Behinderte Menschen können in ihrer Einkommensteuererklärung auf Antrag einen Pauschbetrag als außergewöhnliche Belastung (ohne zumutbare Belastung) geltend machen. Die Höhe hängt vom Grad der Behinderung und unter Umständen von den Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis ab.

Als Schwerbehindert gilt man ab einem Grad der Behinderung von 50. Steuerliche Auswirkungen hat ein Grad ab 25. Zwischen einem Grad von 25 und 50 muss für einen Pauschbetrag mindestens eine der folgenden Voraussetzungen vorliegen: ein gesetzlicher Anspruch auf Rente beziehungsweise laufende Bezüge aufgrund der Behinderung oder eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit oder eine typische Berufskrankheit.

Der Pauschbetrag ist immer ein Jahresbetrag, auch wenn die Behinderung nur einen Teil des Jahres bestanden hat. Die den behinderten Kindern zustehenden Vergünstigungen können auf die steuerpflichtigen Eltern übertragen werden. (Stand BAM 1. Januar 2018)

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