Im Dauereinsatz - Entlastung für die Hände

So schützen Sie Ihre Hände

Greifen, festhalten, heben, ziehen, schieben – ganz selbstverständlich benutzen wir unsere Hände im  Alltag und merken meist oft erst bei einer Verletzung, wie sehr wir auf sie angewiesen sind. In vielen Berufen werden die Hände besonders beansprucht, auf der Baustelle natürlich, aber auch im  Lebensmittelhandwerk – so leistet ein Schlachter echte Knochenarbeit, wenn er am Fließband Fleisch zerlegt. Und was wären eine Geigerin, ein Maler oder eine Physiotherapeutin, wenn das wertvollste Arbeitsmittel ausfällt?

Problem Überbeanspruchung

Besonders hoch ist das Gesundheitsrisiko für Menschen, die täglich und über einen langen Zeitraum an vibrierenden Maschinen arbeiten oder schwere Geräte mit hohem Kraftaufwand bedienen – etwa  Schlosser, Maurer oder Schleifer.

Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sind circa 1,8 Millionen Beschäftigte in Deutschland allein durch Hand-Arm-Vibrationen gesundheitsgefährdend belastet. Aber auch  Kassiererinnen, die stundenlang Waren über den Scanner ziehen, beanspruchen mit ihrer Arbeit die Hände und Handgelenke einseitig.

Die Folge: Die Hände schmerzen, die Muskeln ermüden oder die  Sehnen sind gereizt. Nicht selten führt der Dauereinsatz der Hände sogar zu Knochen- und  Gelenkschäden oder zu Durchblutungsstörungen in den Fingern. Ganz typisch für „Handarbeiter“ sind Sehnenscheidenentzündungen oder Druckschädigungen der Nerven (Karpaltunnelsyndrom).

Handschutz ist Arbeitsschutz

Doch wie können Fehl- und Überbelastungen verhindert werden? Laut Arbeitsschutzgesetz muss der Arbeitgeber für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sorgen. Wie sich Gefährdungen am besten beurteilen lassen, weiß Jörg Feldmann von der BAuA: Er empfiehlt die sogenannte  Leitmerkmalmethode, mit der Belastungen am Arbeitsplatz in einem Punktesystem bewertet werden. „Die Methode ist für die Praxis gut nachvollziehbar, mit dem Ampelsystem lässt sich schnell erfassen, wann ein Arbeitnehmer besonders gefährdet ist und wo Maßnahmen ansetzen müssen.“

Symptome ernst nehmen

Es gibt viele Arten, seine Hände bei der Arbeit zu schützen, von ergonomisch gut gestalteten  Werkzeugen über Schutzhandschuhe bis hin zu Bewegungs- und Entspannungsübungen. Eine wichtige Rolle spiele die Arbeitsorganisation, so Feldmann: „Dabei sollten generell Fehlbelastungen durch einseitige und anspannende Arbeitsausführungen vermieden werden. Tätigkeitswechsel können  entlasten. Ist das nicht möglich, können Bewegungspausen helfen.“

Wichtig sei es, so Feldmann, Symptome ernst zu nehmen und bei Schmerzen rechtzeitig zum Arzt zu gehen, um ernsthafte Erkrankungen zu verhindern.

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