Winterblues

Tipps gegen die Müdigkeit

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen in den Keller gehen, ist es bis zum Winterblues nicht mehr weit: Viele leiden darunter, sich in der dunklen Jahreszeit schlapp, antriebslos und unkonzentriert zu fühlen.

Text: Anne-Katrin Wehrmann

Trägheit und schlechter Stimmung nachzugeben, macht die Sache allerdings nicht besser. „Gehen Sie raus an die frische Luft, bewegen Sie sich und tanken Sie Tageslicht“, rät die Bremer Betriebsärztin Verena Hartig. „Das hilft auch dann, wenn sich die Sonne hinter Wolken versteckt.“ Hauptursache für die weitverbreiteten winterlichen Beschwerden sei ein erhöhter Melatoninspiegel: „Ist es länger dunkel, schüttet der Körper eine größere Menge des Schlafhormons Melatonin aus – und das macht uns müde.“ Folgende Tipps hat die Medizinerin parat, um den Winterblues zu bekämpfen:

  • Für Luft, Licht und Bewegung sorgen – und das so häufig wie möglich.
  • Der verstärkt auftretenden Lust auf süße und kohlenhydrathaltige Nahrung nicht nachgeben. Stattdessen mehr Obst und Gemüse essen.
  • Ausreichend Wasser und Tee trinken.
  • Stress reduzieren und Geselligkeit suchen. Sich nicht zu Hause „vergraben“.

Auch für die körpereigene Produktion von Vitamin D spielt Licht eine wichtige Rolle. Was die viel diskutierte Vitamin-D-Zufuhr über Tabletten angeht, ist Hartig allerdings zurückhaltend. „Die Datenlage ist hier nicht eindeutig, es fehlen Studien zu diesem Thema“, macht sie deutlich. Für bestimmte Patientengruppen könne die Einnahme von Vitamin-D-Pillen zwar medizinisch angesagt sein: „Das sollte aber auf jeden Fall vorher mit dem Hausarzt abgeklärt werden.“

Guter Schlaf hebt die Stimmung

Ein weiterer wesentlicher Faktor für das Wohlbefinden ist der Schlaf. „Es gibt kaum etwas in unserer Biologie, was nicht durch den Schlaf beeinflusst ist“, erläutert die SchlafForscherin Eva Winnebeck vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität München. „Das betrifft auch unseren Gemütszustand: Wenn wir schlecht schlafen, sind wir weniger ausgeglichen.“ Generell sei in den Wintermonaten ein erhöhtes Schlafbedürfnis zu beobachten. Wer viel zu lange im Bett bleibe, tue sich allerdings auch keinen Gefallen: „Es ist wichtig, sich zu bewegen und Struktur in den Tag zu bekommen.“ Winnebeck empfiehlt, in der dunklen Jahreszeit morgens nicht „bis in die Puppen“ zu schlafen, sondern lieber abends früher ins Bett zu gehen: So lasse sich dem Bedürfnis nach mehr Schlaf nachkommen, ohne das wichtige Morgenlicht zu verpassen.

Ein guter und regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus ist nach ihrer Aussage entscheidend, um ausgeruht und entspannt durch den Tag zu kommen. „Dazu gehört es auch, sich in den Abendstunden keinem hellen Licht mehr auszusetzen und den Blaulicht-Anteil am Handy zu reduzieren.“ Für einen sanften Start in den Tag könne darüber hinaus ein Lichtwecker eine gute Unterstützung sein: „Er verhindert im Idealfall, dass wir aus dem Tiefschlaf gerissen werden – und damit sind wir gleich nach dem Aufwachen mental und physisch fitter.“

Unsere Geschäftsstellen

Bremen-Stadt

Bürgerstraße 1
28195 Bremen

Tel. +49.421.36301-0

Beratungszeiten
Bremen-Nord

Lindenstraße 8
28755 Bremen

Tel. +49.421.669500

Beratungszeiten
Bremerhaven

Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Tel. +49.471.922350

Beratungszeiten

Arbeitnehmerkammer Bremen

© 2021 Arbeitnehmerkammer Bremen