Drei Fragen

— zur Arbeit in der Pflegebranche

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Darf mich der Arbeitgeber aus meinen freien Tagen zur Arbeit rufen?

Grundsätzlich nicht. Sie haben dann auch keine Pflicht, Telefonate, SMS oder E-Mails vom Arbeitgeber zu beantworten. Insbesondere betriebliche Engpässe berechtigen Ihren Arbeitgeber nicht, Sie „aus dem Frei“ zu rufen. Das ist nur in Extremfällen und bei Katastrophen möglich.

Warum ist es wichtig, eine Gefährdungsanzeige zu machen?

Wenn Sie etwa durch Personalmangel Ihre Arbeit – trotz Einhaltung der erforderlichen Sorgfalt – nicht mehr fachgerecht durchführen können und Patienten oder Dritte hierdurch gefährdet werden, müssen Sie Ihren Arbeitgeber durch eine Gefährdungsanzeige darauf aufmerksam machen. Damit sind Sie bei hierdurch verursachten Fehlern vor einer (zivilrechtlichen) Haftung geschützt; das Haftungsrisiko
trägt der Arbeitgeber. Das gilt nicht für eine strafrechtliche Haftung.

Wie viel darf eine angestellte Pflegefachkraft dazuverdienen?

Neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung können Sie grundsätzlich mehrere geringfügige Beschäftigungen aufnehmen. Im zeitlich zuerst aufgenommenen Minijob dürfen Sie sozialversicherungsfrei bis zu 450 Euro verdienen. Auf die übrigen geringfügigen Beschäftigungen müssen Sie die vollen Beiträge zur Sozialversicherung zahlen.

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