Arbeit in Corona-Zeiten

– ausreichend Schutz muss sein

Hände waschen, Abstand halten, Maske ­tragen. Wohl alle kennen inzwischen die wesentlichen Regeln, die verhindern sollen, dass sich das Corona-Virus weiter verbreitet. Doch was im Home­office oder privat leicht einzuhalten ist, lässt sich bei der Arbeit vor Ort manchmal nur schwer umsetzen. Was ist also, wenn der Chef nicht für Hygiene sorgt und Vorgaben missachtet? Wie können sich Beschäftigte schützen?

Arbeitgeber muss handeln
Klar ist: Der Arbeitgeber muss dafür Sorge tragen, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Gefahren zu schützen. Im Falle der Corona-Pandemie bedeutet das, er muss die Verordnungen umsetzen. Das heißt unter anderem, die Abläufe im Betrieb so umzustellen, dass zum Beispiel die Abstandsregeln eingehalten werden können. „Technische und organisatorische Maßnahmen haben immer Vorrang“, mahnt Barbara Reuhl, Referentin für Arbeitsschutzpolitik bei der Arbeitnehmerkammer. Konkret bedeutet das: Erst wenn zum Beispiel Tische und Stühle im Restaurant weit genug auseinanderstehen, Schutzscheiben an der Kasse installiert sind oder weniger Beschäftigte gleichzeitig die Arbeitsräume nutzen, können zum weiteren Schutz auch Masken sinnvoll sein.

Folgende Regeln beachten:

  • Abstand von mindestens 1,5 Meter?/?Arbeitsbereiche abtrennen,
  • Händehygiene,
  • Pausen, Schichtwechsel oder Anwesenheiten im Büro entzerren,
  • Kontakte auf ein Minimum reduzieren,
  • Nicht krank zur Arbeit gehen,
  • Wenn Abstand nicht möglich ist (etwa in der Pflege), Schutzkleidung nutzen,
  • Und nicht vergessen: Auch im Homeoffice gilt der Arbeitsschutz, also Arbeitszeiten einhalten, Pausen machen oder auf ergonomisches Sitzen achten.

Egal, um welche Schutzmaßnahmen es sich handelt: Der Arbeitgeber muss sie erklären, vorleben und kontrollieren. „Sollte der Arbeitgeber die Vorgaben nicht einhalten, sollten die Beschäftigten ihn darauf aufmerksam machen und wenn es einen Betriebsrat gibt, sollte dieser eingeschaltet werden“, rät Reuhl. Stellt der Chef sich dann trotzdem stur, könne auch die Gewerbeaufsicht informiert werden. Die Gewerbeaufsicht sei verpflichtet, der Anzeige anonymisiert nachzugehen. Das heißt, ohne zu verraten, wer auf einen Mangel im Arbeitsschutz hingewiesen hat. „Viele kommen jetzt wieder zurück an den Arbeitsplatz, da ist es besonders wichtig, dass alle auch weiterhin achtsam sind und sich und andere schützen“, empfiehlt Reuhl.

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