Schlauer geht immer

Weiterbildung in Bremen - Interview mit der Beraterin der Arbeitnehmerkammer

Hella Grapenthin hilft Menschen, die sich weiterbilden wollen. Im Interview erzählt sie, wie eine Beratung abläuft und worauf Beschäftigte achten sollten.

Foto: Jonas Ginter

Warum sollte ich mich beraten lassen?

Es gibt viele Möglichkeiten und Wege, sich weiterzubilden. Und auch sehr viele Anbieter. Mit einer Beratung kann ich eine passgenaue Fort- oder Weiterbildung für mich finden.

Welche Fragen sollte ich mir vorab stellen?

Sie sollen sich fragen, ob Sie ein konkretes Ziel vor Augen haben. Und ob Sie sich fortbilden wollen, weil Sie sich beruflich verändern, neu orientieren oder in Ihrem Beruf aufsteigen wollen. Oder wollen Sie sich später selbstständig machen oder nach längerer Elternzeit wieder einsteigen?

Wie läuft eine Beratung ab?

Vorab brauche ich Lebenslauf und Zielvorstellung der Ratsuchenden. Mit Hilfe des Lebenslaufs erfolgt eine kurze Qualifikationsanalyse: Was für Abschlüsse, Kenntnisse, Fähigkeiten, berufliche Vorerfahrungen, Weiterbildungen sind vorhanden. Dann gucke ich, worum es dem oder der Ratsuchenden bei der Weiterbildung geht und welche Anforderungen er oder sie hat. Ich gleiche die vorhandenen und die späteren Qualifikationen ab. Dann suchen wir gemeinsam ein passendes Angebot. Dabei berücksichtigen wir die aktuelle Lebenssituation und die zeitlichen und die finanziellen Möglichkeiten. Im Anschluss besprechen wir die von mir zusammengestellten Weiterbildungsangebote und ich stelle mögliche finanzielle Fördermöglichkeiten vor.

Aus welchem Grund kommen Menschen am häufigsten in Ihre Beratung?

Wegen des Überangebots an Weiterbildungen. Viele wissen nicht, wie sie einen guten von einem schlechten Weiterbildungsanbieter unterscheiden sollen.

Wie kann ich schlechte Angebote erkennen?

Ein Mangel an Informationen zu Kursinhalten, Unterrichtsformen, zeitlichem Umfang und Kosten wäre schon einmal ein Indiz. Oder ein weit gefächertes Angebot, welches kaum bis gar keine Fachrichtung aufweist. Wenn die Fortbildung einen größeren zeitlichen Umfang besitzt, sollte am Ende auch ein anerkannter Abschluss herauskommen. Schlechtes Zeichen: Es werden nur hauseigene Zertifikate des Bildungsanbieters vergeben.

Gibt es Anbieter, die Sie empfehlen?

Das hängt natürlich von der Branche oder dem Bereich ab. Ein IHK-Abschluss etwa ist in Wirtschaft und Industrie angesehen. Auch das Handwerk bietet einiges an branchenspezifischen Weiterbildungen an. Außerdem gibt es an Hochschulen und Universitäten immer mehr berufsbegleitende Weiterbildungen für Berufstätige. Für speziellere Bereiche ist es immer wichtig, dass man sich vorab bei den Berufsverbänden informiert, welche Weiterbildungsanbieter anerkannte Fortbildungen anbieten. Träger, die nicht anerkannt sind, sollte man meiden.

Die Weiterbildungsberatung AKB003_IconInfo

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Weiterbildung bei der Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer

 

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