Nachwuchs für Pflegeberufe gewinnen

Bremer Imagekampagne für die Pflegeausbildung

Die Pflegebranche benötigt dringend Fachkräfte. In Bremen hilft eine Imagekampagne dabei, junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu begeistern.

22. Juli 2019
Text: Anne-Katrin Wehrmann

"Null Platz für Langeweile." "360 Grad statt Einbahnstraße." "94 Prozent würden es wieder tun."

Mit Slogans wie diesen hat die Bremer Pflegeinitiative eine Imagekampagne gestartet, die potenziellen Nachwuchskräften die Vorteile einer Ausbildung in der Pflege nahebringen soll. Das Motto der Aktion lautet: „Pflege gewinnt.“ Plakate und Flyer richten sich an junge Menschen, aber auch an deren Eltern und Lehrer, um sie mit Tipps und Informationen rund um das gesamte Berufsfeld zu versorgen. So ist in den Flyern unter anderem zu lesen, welche Aufgaben eine Pflegekraft hat, welche Einsatzmöglichkeiten es gibt und wie es nach der Ausbildung weitergehen kann. Darüber hinaus wird anhand von Beispielen deutlich, dass eine Ausbildung in einem Pflegeberuf interessant, sinnvoll und vielfältig ist – und dass Azubis hier im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen erstaunlich gut verdienen, Job-Garantie inklusive.

Die Bremer Pflegeinitiative ist ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, die seit der Gründung 2012 gemeinsam an Maßnahmen zur Behebung des Fachkräftemangels in der Branche arbeiten. Auch die Arbeitnehmerkammer ist Mitglied der Initiative und unterstützt die aktuelle Kampagne. „Damit wollen wir einen Beitrag leisten, das Image von Pflegeberufen zu verbessern“, erläutert Carola Bury, Referentin für Gesundheitspolitik bei der Kammer. Eine Beschäftigung in der Pflege sei eine erfüllende und ehrenwerte Aufgabe: „Der Ruf hat nur deswegen gelitten, weil die Arbeitsbedingungen in vielen Bereichen schlecht sind – und die lassen sich ändern.“ Zu den wesentlichen Zielen der Pflegeinitiative gehöre es daher neben der Gewinnung neuer Fachkräfte, diese nach der Ausbildung auch im Beruf zu halten und die Arbeit so zu gestalten, dass sie sich bis zur Rente ausüben lasse. „Gewerkschaftliche Arbeit und die Interessenvertretung im Betrieb sind deswegen besonders wichtig“, meint Bury.

Dass der Bedarf an Pflegekräften in Zukunft noch weiter wachsen wird, steht für Verdi-Gewerkschaftssekretärin Kerstin Bringmann außer Frage.  „Jeder einzelne Arbeitgeber ist in der Bringschuld und muss die positiven Seiten des Berufs, die ja zurecht in der Imagekampagne dargestellt werden, auch in der Praxis umsetzen.“ Sie erhoffe sich von der Kampagne, dass sie tatsächlich mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege begeistere: „Und dass diese Azubis dann auch selbstbewusst genug sind, genau das einzufordern, was ihnen versprochen wurde.“

Weitere Infos AKB003_IconInfo

Infos rund um die Ausbildung in Pflegeberufen – unter anderem Tipps für die Bewerbung, Verdienstmöglichkeiten und Stellenangebote – gibt es unter: www.bremer-pflege-gewinnt.de

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