Gute Vorsätze 2020

Mehr Gehalt, Weiterbildung, Gelassenheit - daran kann man arbeiten

Der Beginn eines neuen Jahres ist traditionell der Zeitpunkt für gute Vorsätze. Weniger Zeit am Smartphone verbringen, sich gesünder ernähren oder ein paar Kilo abnehmen stehen dabei erfahrungsgemäß weit oben auf der Liste. Doch auch für den Arbeitsalltag kann man sich etwas vornehmen. Wir haben sechs Vorschläge für das Jahr 2020 gesammelt.

Text: Melanie Öhlenbach

Sich weiterbilden

Sie möchten Ihre Englischkenntnisse vertiefen? Lernen, wie man Fotos am Rechner bearbeitet? Oder verschiedene Entspannungstechniken kennenlernen? Mit Weiterbildungen oder einer Bildungszeit können Sie Ihre fachlichen Kenntnisse vertiefen – oder einfach mal etwas für sich tun. Insgesamt zehn Arbeitstage Bildungszeit stehen Beschäftigten in zwei Jahren zu. Sie können diese Zeit am Stück oder tageweise nehmen. Das Thema und den Ort Ihrer Bildungszeit können Sie frei wählen: Einen Bezug zu Ihrer Arbeit muss sie nicht haben, Ihr Arbeitgeber kann Ihnen dazu keine Vorgaben machen. Auch im Land Bremen muss diese Fortbildung nicht unbedingt stattfinden. Sie muss aber von der Behörde als Bildungs­zeit anerkannt sein. Zu den Trägern gehören Bildungseinrichtungen wie die wisoak oder die Volkshochschulen.

Nach mehr Gehalt fragen

Die Zufriedenheit mit dem Job hängt für viele Beschäftigte auch mit der Bezahlung zusammen. Wie viel Sie verdienen, ist in der Regel Verhandlungssache. Sie können jederzeit nach einer Gehaltserhöhung fragen. Ob dies Erfolg versprechend ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise der Qualität Ihrer Arbeit, der wirtschaftlichen Situation des Betriebs oder der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Als passender Rahmen bietet sich das Jahresgespräch oder ähnliche Feedback-Situationen mit dem unmittelbaren Vorgesetzten an. Eine gute Vorbereitung für die Gehaltsverhandlung gilt als A und O. Überlegen Sie sich dabei aber nicht nur, wie viel Sie künftig verdienen wollen, ­sondern ­finden Sie auch gute Argumente für das Warum. Und: Bleiben Sie realistisch und zeigen Sie sich kompromissbereit.

Mehr Bewegung in den Arbeitsalltag bringen

Hand aufs Herz: Wie viele Stunden pro Tag sitzen Sie am Schreibtisch oder am Steuer, stehen Sie am Band, an der Ladentheke oder der Werkbank? Schon ein bisschen Bewegung zwischendurch tut Körper und Seele gut: Sprechen Sie mit dem Kollegen persönlich in seinem Büro, statt ihm eine Nachricht zu schreiben. Oder telefonieren Sie mit ihm im Stehen, wenn Sie viel sitzen. Vermeiden Sie es grundsätzlich, ganz stillzustehen, sondern treten Sie von einem Bein aufs andere, gehen Sie auf und ab, stellen Sie sich auf die Zehenspitzen. Dehnübungen können helfen, die Muskeln zu aktivieren und Verspannungen zu lösen. Auch auf dem Weg zur und von der Arbeit können Sie ein kleines Bewegungsprogramm einbauen. Steigen Sie mindestens eine Haltestelle früher aus oder fahren Sie mit dem Rad. Nutzen Sie die Treppe statt den Aufzug. Und in der Mittagspause tut schon ein kleiner Gang um den Block gut – auch um auf andere Gedanken zu kommen.

Gelassenheit üben

In schwierigen Situationen die Fassung zu bewahren, ist nicht immer einfach. Manchmal möchte man einfach aus der Haut fahren: wenn der Schreibtisch vor Arbeit überquillt, die Technik nicht funktioniert, Kolleginnen oder Kollegen nerven. Doch Gelassenheit kann man lernen – und das sollte man auch. Denn Stress, Unruhe und Nervosität können auf Dauer krank machen. Gespräche mit Freunden oder professionelle Coachings können Ihnen dabei helfen, Probleme zu erkennen und Strategien für kritische Situationen zu entwickeln. Im Alltag können Sie Gelassenheit auf vielerlei Weise beweisen, zum Beispiel indem sie nicht sofort reagieren – sei es auf Anrufe oder Nachrichten nach Dienstschluss oder provozierendes Verhalten. Sagen Sie Nein, wenn es Ihnen zu viel wird. Oder schaffen Sie einen Ausgleich, etwa durch Sport, Wellness, Kunst oder Meditation.

Weniger arbeiten

Mehr Zeit für sich, die Familie, für Reisen, ein Studium oder neue Projekte: Es gibt viele Gründe, im Beruf kürzer treten zu wollen. Wer nicht dauerhaft in Teilzeit arbeiten will, kann auch zeitlich befristet weniger arbeiten. Die Brückenteilzeit gilt für einen Zeitraum von einem bis fünf Jahre. Voraussetzung: Der Betrieb hat mehr als 45 Beschäftigte, Sie sind bereits länger als sechs Monate angestellt und beantragen die Verkürzung mindestens drei Monate vor dem gewünschten Beginn. Einen konkreten Grund müssen Sie für die Verkürzung nicht angeben. Nach der Brückenteilzeit können (und müssen) sie wieder voll arbeiten. Möchten Sie sich mehrere Monate oder ein Jahr komplett freinehmen, können Sie mit Ihrem Arbeitgeber ein Sabbatical vereinbaren. Im Gegensatz zur Brückenteilzeit haben Sie auf eine solche berufliche Auszeit keinen rechtlichen Anspruch.

Bewusst Pausen machen

Apropos Mittagspause: Gönnen Sie sich öfter mal eine Ruhezeit! Wer pausenlos durcharbeitet, fällt irgendwann in ein Leistungstief, kann sich schlechter konzentrieren, mehr Fehler machen oder krank werden. Tatsächlich haben Sie auch einen Anspruch auf eine (allerdings unbezahlte) Pause, wenn Sie mindestens sechs Stunden am Tag arbeiten: 30 Minuten stehen Ihnen bei einer Arbeitszeit zwischen sechs und neun Stunden zu, 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden. Wie Sie die Pause nutzen, ist Ihnen überlassen – Sie müssen sich nicht zur Arbeit bereithalten. Gestalten Sie diese Zeit ganz bewusst für sich: Pause bedeutet nicht Nichtstun. Als erholsam hat sich ein Wechsel von Aktivitäten erwiesen. Gehen Sie spazieren, wenn Sie viel sitzen. Legen Sie die Beine hoch, wenn Sie viel stehen. Auch eine gemeinsame Pause mit Kolleginnen und Kollegen kann beim Abschalten helfen und das Betriebsklima verbessern – vor allem, wenn Sie nicht über die Arbeit sprechen.

Kontakt über Facebook AKB003_IconInfo

Sie haben weitere gute Vorsätze für den Arbeitsalltag? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge – zum Beispiel via Facebook!

Unsere Geschäftsstellen

Bremen-Stadt

Bürgerstraße 1
28195 Bremen

Tel. +49.421.36301-0

Beratungszeiten
Bremen-Nord

Lindenstraße 8
28755 Bremen

Tel. +49.421.669500

Beratungszeiten
Bremerhaven

Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Tel. +49.471.922350

Beratungszeiten

Arbeitnehmerkammer Bremen

© 2021 Arbeitnehmerkammer Bremen