Pressemitteilung

14.06.2019

Arbeitnehmerkammer fordert eine europäische Weiterbildungsstrategie

Ein Berufsabschluss ist inzwischen die entscheidende Voraussetzung für einen sicheren Arbeitsplatz und der Schlüssel für ein gutes Einkommen und einen beruflichen Aufstieg. „Mit der Digitalisierung wird der Bedarf an Spezialistinnen und Spezialisten zunehmen und der Bedarf nach einfachen und wiederholenden Tätigkeiten abnehmen. Daher bedarf es in den europäischen Ländern Weiterbildungsstrategien, die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorbereiten“, betonte Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen, auf dem Internationalen Kammertag im saarländischen Kirkel. Die Arbeitnehmerkammern aus Bremen, dem Saarland, aus Österreich und Luxemburg haben auf dem dreitägigen Treffen eine gemeinsame Weiterbildungsposition verabschiedet, die in den kommenden Wochen auf europäischer Ebene eingebracht werden soll.

„Um Beschäftigte auf den Wandel am Arbeitsmarkt vorzubereiten, ist ein Rechtsanspruch auf einen anerkannten Berufsabschluss nötig sowie ein Recht auf berufliche Weiterbildung mit Freistellungsmöglichkeit und Lohnersatzleistungen“, fordert Schierenbeck. Voraussetzung hierfür sei ein flächendeckendes Angebot unabhängiger Weiterbildungsberatung. Die Arbeitnehmerkammer begrüßt in diesem Zusammenhang die nationale Weiterbildungsstrategie, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil diese Woche in Berlin vorgestellt hat. „Sie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betonte Schierenbeck. Einen individuellen  Rechtsanspruch auf Weiterbildung mit Freistellungsmöglichkeiten und Lohnfortzahlung soll es nach den Plänen der Bundesregierung aber auch künftig nicht geben. „Hier gilt es noch nachzulegen“, so Schierenbeck.

Die Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal steigt deutlich, teilweise besteht aktuell schon Personal- und Fachkräftemangel. „Wo ein Mangel an Fachkräften besteht, müssen die Ausbildungsaktivitäten deutlich ausgeweitet und Aufstiegsfortbildungen gefördert werden“, sagt Schierenbeck. Insbesondere was den Bereich Pflege betreffe, müssten die Arbeitsbedingungen und die Verdienstmöglichkeiten deutlich verbessert werden.

Die zukünftige Weiterbildungspolitik muss laut Arbeitnehmerkammer von einer kompletten beruflichen Umorientierung über Höher- und Weiterbildungen zum Spezialisten bis hin zu einfachen Anpassungsqualifizierungen reichen. „Das Thema Weiterbildung hat viel zu lange ein Schattendasein gefristet – das gilt es dringend zu ändern.“ Insbesondere Ungelernte und atypisch Beschäftigte müssen von einer Qualifizierungsoffensive profitieren.

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