Beschäftigte in Krankenhäusern

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen und auch der öffentliche Gesundheitsdienst sind Teil der sozialen Daseinsvorsorge. Angesichts unterfinanzierter Haushaltskassen vollzieht sich auch in diesen Bereichenein tief greifender Wandel. Dies bringt neue Risiken für die Versorgung und hat erhebliche Folgen für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Seit Jahren wird in den Krankenhäusern Personal abgebaut - bundesweit  und auch in Bremen. Dies trifft bei Pflegekräften und ebenfalls bei den Ärzten zu. Viele Bereiche wurden ausgegliedert, meist zum Nachteil der Beschäftigten.

Die Statistik für das Land Bremen weist für 20174 1011.553.757 Beschäftigte in den Krankenhäusern aus. Rund 187 Prozent gehören zum ärztlichen Personal und, 4256 Prozent zum Pflege- und Funktionsbereich und 16 Prozent zum medizinisch-technischen Dienst. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Pflegekräfte kontinuierlich zurückgegangen, allein zwischen 2004 und 2013 um zehn Prozent. Dabei hat bleibt diesich im selben Zeitraum die Zahl der Patientenaufnahmen erheblich erhöhtmit mehr als 210.000 Patientenfallzahlen hoch, auch wenn diese 2017 erstmals rückläufig waren. , die Verweildauer der Patienten dagegen verkürzt. Mit 6,9 Tagen hatte das Land Bremen 2017 bundesweit mit die niedrigste Verweildauer. In rund 20 Jahren hat sich diese in bremischen Krankenhäusern praktisch halbiert. Eine kürzere Verweildauer bedeutet aber gleichzeitig versorgungsintensivere Behandlungen und damit eine höhere Belastung der Pflegekräfte. Mit 7,1 Tagen hatte das Land Bremen 2013 bundesweit mit die niedrigste Verweildauer. In rund 20 Jahren hat sich diese in bremischen Krankenhäusern praktisch halbiert.

Der Pflegenotstand ist in vielen Krankenhäusern tägliche Realität. Die Arbeitsbelastung bei den Beschäftigten ist zu groß. Mehr als die Hälfte arbeitet in Teilzeit. Und in fast allen Krankenhäusern in Bremen schieben die Beschäftigten Überstunden vor sich her.

Gute Qualität in der Patientenversorgung im Krankenhaus braucht genug Personal, doch das Problem der Personalausstattung wird seit Jahren auf die lange Bank geschoben. Zwar wurden politische Finanzmittel zur Verbesserung der Situation zugesagt, doch die Arbeitnehmerkammer und ver.di fordern weiterhin gesetzliche Regelungen zur Personalausstattung in den Krankenhäusern und eine ausreichende Finanzierung.

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  • Risiken und Nebenwirkungen der Pflegeberufreform - wird die Pflege aufgewertet?

    Erschienen in: Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2019

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  • Discussion Paper: Die Zukunft des Krankenhauses neu denken, miterstreiten und mitgestalten!

    Expertise erstellt durch das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule und der Ruhr-Universität Bochum, Juni 2019

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  • Der Respekt kommt nicht an – Teilzeit, niedrige Verdienste und schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege

    Erschienen in: Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2017

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  • Für eine gesunde Zukunft: soziale Daseinsvorsorge

    Bericht zur Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land Bremen 2015

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