Gesundheit

Der Pflegeberuf kann sehr erfüllend sein, gleichzeitig bringt er körperliche und seelische Belastungen mit sich. Um möglichst lange gesund und fit zu bleiben, können Sie selbst einiges tun. Aber auch der Arbeitgeber ist in der Pflicht.

So sind zum Beispiel betriebliche Programme und Maßnahmen nötig, damit Sie weniger Stresssituationen im Berufsalltag erleben. Zudem müssen die Bedingungen im Betrieb so gestaltet sein, dass auch die körperlichen Belastungen gering sind (Arbeitsschutz).

Zudem können Sie selbst versuchen, Stress gezielt abzubauen, in dem Sie für Stresspuffer im Alltag sorgen und sich körperlich fit halten.

Stress ist nicht gleich Stress

Es geht nicht darum, Stress und Belastungen völlig zu vermeiden, denn sie stellen auch Herausforderungen dar. Unter Stress werden Sie aktiv und entwickeln Ihre eigenen Fähigkeiten weiter. Auch der Betrieb kann „lernen“, negative Belastungen zu erkennen und sie als Anlass zu nehmen, die Arbeitsbedingungen besser zu gestalten.

Gesundheitsförderung kann zum Ausgleich beruflicher Belastungen beitragen. Der Arbeitgeber kann zusätzlich zum Arbeitsschutz – zu dem er verpflichtet ist – Maßnahmen zur Gesundheitsförderung anbieten oder unterstützen beziehungsweise private Aktivitäten der Pflegenden zur Gesunderhaltung finanziell fördern. Dazu zählen beispielsweise:

  • Trainings zur Förderung von Führungskompetenzen (zur Verbesserung der betrieblichen Kultur und der Förderung eines achtsamen Umgang miteinander)
  • Supervision, Fortbildungen, psychologische Beratung oder Seelsorge für Beschäftigte in der Pflege, wie mit Krisen und Leid umgegangen werden muss.
  • Der Arbeitgeber kann auch private Aktivitäten der Pflegekräfte zur Gesunderhaltung finanziell fördern.

Rücken, Haut, Ernährung

Rückenschmerzengehören gerade in der Pflege zu den häufigen körperlichen Beschwerden. Deshalb ist es wichtig, möglichst rückenschonend zu arbeiten – und zwar schon zu Berufsbeginn und nicht erst, wenn Schmerzen auftauchen.

  • Achten Sie also darauf, beim Umgang mit Patientinnen und Patienten Hilfsmittel  einzusetzen wie Toilettenstühle, Badelifter, höhenverstellbare Betten oder Treppenfahrzeuge.
  • Besuchen Sie Schulungen, in denen Sie rückenschonende Hebetechniken lernen – sprechen Sie auch Ihren Arbeitgeber an, solche Schulungen anzubieten.

Ein weiteres Thema ist die Haut: In der Pflege wird vor allem mit den Händen gearbeitet und hier zeigen sich ebenfalls schnell Belastungen. Ekzeme, Allergien und andere Hautprobleme sind häufig das Ergebnis von zu viel Seife oder Desinfektionsmitteln. Auch häufiger Wasserkontakt ist schädlich für das größte Körperorgan, die Haut.

Viele Erkrankungen können Sie vermeiden, indem Sie täglich Ihre Haut schützen und pflegen. Wie das funktionieren kann, darüber informieren u.a. die Berufsgenossenschaften. Dort erfahren Sie zum Beispiel, wie Sie schonend Ihre Hände reinigen, welche Handschuhe bei welchen Tätigkeiten geeignet sind oder wie Sie Ihre Haut am besten pflegen.

Sich über den gesamten Arbeitstag ausgewogen und gesund zu ernähren, ist für die meisten Beschäftigten eine echte Herausforderung – wer in Schichten arbeitet oder häufig „on tour“ ist, hat es da besonders schwierig.

Tipps für unterwegs AKB003_IconInfo

Bringen Sie sich etwas von zu Hause mit: Brote oder Brötchen, zum Beispiel aus Vollkorn. Dünn belegen und mit frischen Zutaten wie Gurkenscheiben, Salatblättern oder ähnlichem ergänzen. Müsli erst kurz vor dem Verzehr zum Obst, Joghurt oder Quark geben, damit es knusprig bleibt.

Gut zu wissen AKB_IconAchtung

Machen Sie sich auch selbst für Ihre Gesundheit stark: Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber an und weisen Sie ihn auf gesundhaltende Aktionen am Arbeitsplatz hin. Oder sprechen Sie ihn auf finanzielle Förderung von sportlichen Aktivitäten an. Natürlich unterstützt Sie in diesen Fragen auch Ihr Betriebs- und Personalrat.

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Die wichtigsten Infos zum Arbeitsschutz AKB003_IconInfo

Worauf Beschäftigte Anspruch haben, woran Chefs denken müssen und die Besonderheiten in der Ambulanten Pflege. Zum Text

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